Mokume Gane Trauringe mit Streifenmuster
Gerne möchten wir Ihnen auf dieser Seite einen Einblick geben, wie wir in unserer Goldschmiede Trauringe mit einem Streifen oder Sternenmuster schmieden. Wie weiter unten zu sehen ist, unterscheiden die Ringe sich nur insofern, als dass das Sternenmuster beim Schmieden zunächst auf der Innenseite zu sehen ist. Die Trauringe können dann in mehreren Schritten „umgestülpt“ werden, so dass die Innenseite zur Außenseite wird.
Schritt 1: Zunächst werden dünne Bleche aus verschiedenen Metallen zurechtgesägt. Jedes einzelne Blech muss sehr gründlich gereinigt werden, noch vorhandene Unebenheiten müssen beseitigt werden. Andernfalls werden sich die einzelnen Schichten später nicht zu einem Mokume Gane Block verbinden lassen. Nicht alle Kombinationen lassen sich gleich gut verarbeiten, bedingt durch verschiedene Schmelzpunkte und andere metallurgischen Eigenschaften. Problematisch sind insbesondere Kombinationen bei denen der Schmelzpunkt der Legierung zweier Metalle niedriger ist als der Schmelzpunkt der einzelnen Metalle (solche Legierungen heißen in der Fachsprache „Eutektikum“). Erhitzt man einen geschichteten Block aus Silber und Shakudo zu stark, verschmelzen die beiden Metalle und der Mokume Gane Rohling hat dann auch keine Schichten mehr. Erhitzt man den Block zu wenig, verbinden sich die Schichten nicht gut genug, und die spätere Verarbeitung gestaltet sich schwierig.
Schritt 2: Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Mokume Gane Rohling zu verschweißen. Am besten lässt sich die Temperatur in einem Ofen mit einem einigermaßen genauen Thermostat kontrollieren. Die geschichteten Bleche lassen sich aber auch mit einem Handbrenner verschweißen. Wichtig ist, die einzelnen Schichten unter Druck zu verschweißen.
Schritt 3: Der Rohling wird nach dem Verschweißen der einzelnen Schichten gesäubert und die Kanten glatt gefeilt. Auf nebenstehendem Bild sieht man deutlich die abwechselnden Gelbgold und Weißgold Schichten.

Schritt 4: Der verschweißte Mokume Gane Rohling wird zunächst dünner geschmiedet, dann eingespannt und in sich verdreht. Durch das so genannte „tordieren“ des Stabes entstehen später die Sterne im Ring. Die Anzahl der Ringe lässt sich über die Anzahl der Drehungen steuern.

Schritt 5:Der Stab wird in Teile gesägt, aus welchen die Trauringe gefertigt werden. Wichtig ist den Ring genau in der Mitte sauber aufzusägen, damit das Muster im Inneren keinen Schaden nimmt. Anschließend werden die Stücke aufgebogen, und man sieht, dass ein Ring entsteht.

Schritt 6: Die Ringe werden weiter aufgebogen und erhalten Ihre spätere Form. Bei unsauberem Arbeiten kann es vorkommen, dass die einzelnen Schichten sich wieder von einander lösen.

Schritt 7: Auf diesem Bild lässt sich schon deutlich das Streifenmuster auf der Außenseite des Rings erkennen. Jetzt müssen noch die beiden Enden sauber abgefeilt oder verschmiedet werden. In weitern Arbeitsschritten werden die Mokume Gane Ringe noch in die gewünschte Form geschmiedet. Anschließend kann man die Ringe noch in speziellen „Staucheisen“ auf die gewünschte Größe bringen.
Schritt 8: Die Mokume Gane Trauringe sind fertig… oder auch nicht: Das Sternenmuster, welches auf den Innenseiten der Ringe zu sehen ist, kann auch zur Außenseite des Ringes werden. Hierzu müssen die Trauringe gestülpt werden. Wir benutzen für diesen letzten Schritt spezielle Dreheisen, welche wir uns zu diesem Zweck haben anfertigen lassen.
Zu den Trauringen
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- Mokume Gane Trauringe hergestellt mit verschiedenen Techniken
Es gibt viele weitere Möglichkeiten individuelle Eheringe mit der japanischen Goldschmiedetechnik herzustellen. Wenn Sie auf diesen Link klicken, finden Sie weitere Mokume Gane Trauringe aus unserer Goldschmiede.
Weitere Ringe
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- Eine Auswahl verschiedener Ringe
In unserer Goldschmiede können Sie selbsverständlich auch einzelne Ringe erwerben. Einige Mokume Gane Ringe finden Sie, wenn Sie diesem Link folgen.
(c) 2009, Gert Schwaderlapp
