Mokume Gane aus der Goldschmiede Schwaderlapp

Die japanische Goldschmiedekunst bietet vielfältige Möglichkeiten, ist handwerklich anspruchsvoll und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Schmiedetechniken. Auf diesen Seiten möchten wir deshalb einmal skizzieren, wie Schmuck aus geschichteten Metallen entsteht. Obwohl wir uns nun schon seit geraumer Zeit mit Mokume Gane beschäftigen, haben auch wir noch lange nicht alle Möglichkeiten, welche die Schmiedetechnik bietet, in unserer Goldschmiede ausgeschöpft. Wir freuen uns daher immer ganz besonders auch über Denkanstöße oder neue Ideen ihrerseits zur Gestaltung individueller und persönlicher Schmuckstücke.
Derzeit beschäftigen wir uns insbesondere mit der Herstellung von individuellen Trauringen. Wir fertigen Eheringe aus verschiedenen Metallen sowohl mit dezenten Streifenmustern, als auch mit verspielten Sternenmustern oder mit kontrastreichen Mustern aus Silber und oxidiertem Shakudo.

Was unterscheidet die japanische Goldschmiedekunst von klassischen Techniken?

Der erste Schritt bei der Fertigung von Mokume Gane Schmuck ist immer das Verschweißen mehrerer Schichten verschiedener Metalle zu einem Rohling. Ziel der Schmiedetechnik ist, durch die weitere Verarbeitung ein Muster entstehen zu lassen, welches häufig das fertige Schmuckstück fast organisch erscheinen lässt. Oftmals sind die interessanten Strukturen im Inneren des Rohlings verborgen, welche erst nach mehreren Arbeitsschritten an der Oberfläche sichtbar werden. Nicht nur die Herstellung der Rohlinge aus mehreren Schichten, sondern auch das Herausarbeiten interessanter Strukturen ist auch für erfahrene Goldschmiede eine Herausforderung. In unseren Schmuckstücken verarbeiten wir einerseits hochwertige Edelmetalle wir Gelbgold, Weißgold, Rotgold und Palladium um feine Muster zu gestalten, andererseits aber auch Silber, Kupfer und Shakudo zur Herstellung kontrastreichen Unikatschmucks.

Was macht handwerklich hochwertigen Mokume Gane Schmuck aus?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Schmuck aus geschichteten Metallen zu fertigen. Auf diesen Seiten zeigen wir, wie in mehreren Schritten ein Paar Trauringe entsteht. Die Musterung ist dabei nicht nur an der Oberfläche vorhanden, sondern zieht sich durch das ganze Stück. Auch kann man sehen, dass diese Ringe – nicht wie bei andern anderen Techniken üblich – keine Lötfuge haben, sondern aus einem Stück geschmiedet werden.
Alternativ zu dieser Arbeitstechnik lässt sich auch ein Mokume Gane Blech dünn walzen, welches anschließend dann mit Lötfuge auf eine Ringschiene aufgelötet wird. Bei dieser Variante ist dann auch das Muster nur an der Oberfläche, und nicht im gesamten Ring vorhanden. Da diese Variante mit etwas weniger Aufwand verbunden ist, halten wir es für selbstverständlich hierauf aufmerksam zu machen. Bei einigen Anbietern, gerade im Internet, wird dieses „Detail“ jedoch hin und wieder großzügig übergangen.
Ein Paar Trauringe wird in unserer Goldschmiede immer aus einem Rohling gefertigt – die beiden Ringe sind daher fast identisch. (Leichte Unterschiede können sich insbesondere durch die unterschiedliche Ringgröße von Damen und Herrenring ergeben.) Da wir für ein anderes Paar Trauringe auch einen anderen Rohling benutzen, handelt es sich bei den Schmuckstücken immer um Unikate.

Weitere Informationen:

Wir beraten Sie gerne am Telefon, per Email oder natürlich auch direkt in unserer Werkstatt in Rees am Rhein. Einige Informationen finden Sie aber auch online: